Todesfall
Der Todesfall eines Steuerberaters stellt die Angehörigen und Erben häufig vor eine besonders schwierige Situation. Neben der persönlichen Belastung müssen innerhalb kurzer Zeit wichtige organisatorische und wirtschaftliche Entscheidungen getroffen werden.
Das zentrale Problem besteht darin, dass eine Steuerberatungskanzlei stark personenbezogen ist. Mandantenbeziehungen, laufende Fristen und organisatorische Abläufe hängen eng mit dem Berufsträger zusammen. Deshalb ist es entscheidend, keine Zeit zu verlieren.
Im Todesfall besteht die Gefahr, dass sehr schnell Mandanten und Mitarbeiter verloren gehen. Mandanten suchen sich möglicherweise kurzfristig einen neuen Berater, wenn sie unsicher sind, wie es mit der Kanzlei weitergeht. Auch Mitarbeiter orientieren sich unter Umständen neu, wenn keine klare Perspektive besteht.
Deshalb ist es wichtig, möglichst rasch eine Lösung für die Fortführung oder den Verkauf der Kanzlei zu finden. Je schneller eine klare Perspektive entsteht, desto größer ist die Chance, Mandanten und Mitarbeiter zu halten.
Ideal ist es, wenn kurzfristig ein befreundeter Steuerberater einspringen oder die Kanzlei übernehmen kann. Solche Lösungen entstehen häufig im Kollegenkreis und können den Übergang deutlich erleichtern.
Wenn eine solche Lösung nicht vorhanden ist und ein Verkauf organisiert werden muss, sollte bei der Auswahl eines Beraters oder Maklers insbesondere auf Geschwindigkeit, Erfahrung und ein bestehendes Netzwerk geachtet werden. In solchen Situationen entscheidet oft die schnelle Ansprache geeigneter Interessenten darüber, ob Mandanten und Mitarbeiter erhalten bleiben.
kanzleimarkt-Tipp:
Im Todesfall zählt vor allem Zeit. Eine schnelle, strukturierte Lösung hilft, Mandanten, Mitarbeiter und damit den wirtschaftlichen Wert der Kanzlei zu sichern.
Weiterführende Begriffe im ABC
Kanzleiverkauf
Mandantenstamm
Nachfolgeplanung
Berufsträger
Überleitende Tätigkeit
