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ABC für den Kauf oder Verkauf von Kanzleien: Buchstabe c

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Cash-flow

Bedeutet »Kassenfluss«, also der zur Verfügung stehende finanzwirtschaftliche Überschuss, aus dem Zahlungen für Investitionen, Gewinnausschüttungen und Kredittilgungen möglich sind.

Checklisten

Es gibt verschiedene Checklisten, die beim Verkauf und beim Kauf zu beachten sind. Zu Beginn brachen Sie wesentliche Stammdaten mit Angaben zu Lage, Büro, Mitarbeiter, IT-Ausstattung, Mandantenstruktur und finanzielle Kennzahlen. Die Wertbestimmung erfordert zudem die GuV der letzten 3 Jahre, Lohnjournale, und die anonymisierte Mandantenliste.

kanzleimarkt stellt Ihnen massgeschneiderte Checklisten zur Verfügung und arbeitet die Punkte gemeinsam mit Ihnen ab.

Chiffre

Chiffre ist ein anonymes Inserat. Wenn ein Erwerber (oder Veräusserer) auf ein solches Chiffre-Inserat antwortet, könnte es die erste, aber auch die letzte Chance sein, sich bei seinem Gegenüber gut zu verkaufen.

Wenn man antwortet, sollte genannt werden:

  • Persönliche Daten
  • Anlass der Kontaktaufnahme (Existenzgründung, Praxiserweiterung, Motive)
  • aktuelle Berufstätigkeit (angestellt oder selbständig, Mitarbeiter, eigener Umsatz, Praxisorganisation usw.)
  • fachliche Kenntnisse, Fähigkeiten, Spezialisierungen
  • Hinweise zu Finanzierung, Tilgung, Eigenkapital
  • Zeitliche Vorstellungen

Schauen Sie sich die Dauer und den Inhalt der Anzeigen genau an und überlegen Sie, ob es nicht sinnvoller ist, zunächst einen ersten Kontakt mit kanzleimarkt zu initiieren. Wenn Sie hier Erkenntnisse gewinnen, können Sie immer noch auf solche Anzeigen zurückgreifen.

Cockpit

Das kanzleimarkt-Cockpit steht am Anfang jedes Exposés und bietet Interessenten einen schnellen Überblick über die wichtigsten wirtschaftlichen Kennzahlen einer Kanzlei. Auf einer Seite werden einige zentrale Kennzahlen dargestellt, die potenziellen Erwerbern eine erste Einschätzung ermöglichen.

Ein Teil dieser Kennzahlen wird grafisch in Form von Tachoscheiben dargestellt. Die Tachos zeigen neben dem konkreten Wert auch einen Benchmark aus zahlreichen kanzleimarkt-Projekten, sodass sofort erkennbar wird, wie die Kanzlei im Vergleich zu anderen Kanzleien einzuordnen ist.

Typischerweise enthält das Cockpit unter anderem folgende Kennzahlen:

  • Umsatzgröße
  • Rendite
  • Liquidität
  • Arbeitseinsatz des Inhabers
  • Onboardingkosten der Mitarbeiter
  • Mitarbeiter-Output
  • Umsatzanteil der größten Mandanten
  • Verhältnis Arbeitszeit Inhaber zu Mitarbeitern
  • Grad der Digitalisierung

Bei der Liquidität zeigt kanzleimarkt zusätzlich eine wichtige Perspektive für Erwerber: Auf Basis eines modellhaften Darlehens (z. B. zehn Jahre Laufzeit) wird berechnet, wie hoch das Einkommen nach Bedienung des Kredits sein kann. So lässt sich schnell erkennen, ob sich der Kauf der Kanzlei wirtschaftlich tragen kann.

Entscheidend ist dabei nicht eine einzelne Kennzahl. Erst das Zusammenspiel aller Kennzahlen ergibt ein realistisches Bild der wirtschaftlichen Situation einer Kanzlei. Eine hohe Rendite kann beispielsweise relativiert werden, wenn der Inhaber sehr viele Stunden arbeitet oder wenn eine starke Abhängigkeit von wenigen Mandanten besteht.

Gleichzeitig ist zu beachten, dass das Cockpit ausschließlich die Vergangenheit beschreibt. Die dargestellten Zahlen basieren auf historischen Daten und lassen nur begrenzt Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung zu. Über das tatsächliche Potenzial einer Kanzlei – etwa durch bessere Organisation, Digitalisierung, andere Honorargestaltung oder Wachstum – trifft das Cockpit keine Aussage.

Das Cockpit dient deshalb als kompakter Einstieg in das Exposé und als erste Orientierung für potenzielle Erwerber.

kanzleimarkt-Tipp:

Ein gutes Cockpit zeigt nicht nur starke Kennzahlen, sondern ein schlüssiges Gesamtbild. Käufer achten darauf, dass Rendite, Arbeitsbelastung, Mitarbeiterstruktur und Mandantenbasis zusammenpassen. Verbesserungspotenzial kann für Erwerber sogar besonders attraktiv sein.

Cold Call

Ein Cold Call ist die telefonische Erstansprache eines potenziellen Kandidaten oder Mandanten ohne vorherigen Kontakt. In der Personalberatung bezeichnet der Begriff insbesondere den direkten Anruf bei einem möglichen Kandidaten, der aktuell nicht aktiv auf Jobsuche ist.

Im Umfeld von Steuerberatern, Wirtschaftsprüfern und Rechtsanwälten wird der Cold Call häufig genutzt, um qualifizierte Berufsträger diskret auf neue berufliche Möglichkeiten aufmerksam zu machen. Viele der besten Kandidaten befinden sich in festen Anstellungen und reagieren daher nicht auf Stellenanzeigen. Die persönliche Ansprache ist oft der einzige Weg, um diese Personen zu erreichen.

Der Cold Call ist dabei nur der erste Schritt einer wertschätzenden Kontaktaufnahme. Ziel ist in der Regel ein unverbindlicher Austausch über die aktuelle berufliche Situation und mögliche Perspektiven.

In der Praxis wird der Begriff häufig mit Direktansprache gleichgesetzt, auch wenn diese neben Telefonaten auch über persönliche Netzwerke oder digitale Kanäle erfolgen kann.

Weiterführende Begriffe im ABC:

Direktansprache

Kandidaten-Dossier

Backup-Kandidat

Personalvermittlung

💡 kanzleimarkt-Tipp:

Der Erfolg eines Cold Calls hängt weniger vom perfekten Skript ab als von der Vorbereitung. Wer den Kandidaten und seine Kanzlei vorher kennt, führt meist ein deutlich besseres Gespräch als jemand, der nur „blind“ telefoniert. 📞

CV

Der CV (Curriculum Vitae) ist der tabellarische Lebenslauf eines Kandidaten. Er enthält die wichtigsten Stationen des beruflichen Werdegangs, insbesondere Ausbildung, Berufserfahrung, Qualifikationen und besondere Tätigkeiten.

Im Umfeld von Steuerberatern, Wirtschaftsprüfern und Rechtsanwälten umfasst ein CV typischerweise Angaben zu:

  • Studium und Examina
  • beruflichen Stationen (Kanzleien, Unternehmen, Positionen)
  • Fachgebieten oder Spezialisierungen
  • Zusatzqualifikationen (z. B. Fachanwaltstitel oder Zusatzabschlüsse)
  • gegebenenfalls Publikationen, Lehrtätigkeiten oder Ehrenämter.

Bei der Personalvermittlung wird der CV häufig durch ein Kandidaten-Dossier ergänzt. Während der Lebenslauf die Fakten darstellt, ergänzt der Berater ihn um eine Einschätzung zu Motivation, Persönlichkeit und Wechselgründen.

Für Kanzleien ist der CV oft die erste Entscheidungsgrundlage, ob ein Kandidat zu einem persönlichen Gespräch eingeladen wird.

Weiterführende Begriffe im ABC:

Kandidaten-Dossier

Direktansprache

Zeugnis

Personalvermittlung

💡 kanzleimarkt-Tipp:

Viele gute Kandidaten unterschätzen, wie wichtig ein klar strukturierter Lebenslauf ist. Wir geben gerne jederzeit Feedback zu einem bestehenden CV oder helfen bei der Erstellung, damit Qualifikation und Erfahrung optimal dargestellt werden.