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ABC für den Kauf oder Verkauf von Kanzleien: Buchstabe d

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Datenschutz

Die gesetzlichen Regelungen zum Datenschutz sind von Käufer- und Veräussererseite zwingend einzuhalten, andernfalls kann dies ggf. zur Nichtigkeit des Übernahmevertrages führen.

kanzleimarkt erläutert Ihnen die aktuelle Rechtsprechung und verhindert somit typische Fehler bei der Vertragsgestaltung.

Deal Fit Score

Der Deal Fit Score ist ein strukturiertes Bewertungsinstrument zur schnellen Einschätzung, wie gut Käufer und Verkäufer einer Kanzlei grundsätzlich zueinander passen. Er basiert auf mehreren Kernkriterien und verdichtet diese zu einer Gesamtpunktzahl.

Bedeutung im Kanzleimarkt

Im Kanzleimarkt dient der Deal Fit Score als Frühindikator für Transaktionsfähigkeit.

Er hilft, bereits vor tiefgehender Prüfung zu erkennen, ob ein Deal realistisch ist – oder ob grundlegende Erwartungen auseinanderliegen (z. B. Preis, Timing oder Integration).

➡️ Ergebnis:

  • weniger „verlorene Prozesse“
  • effizientere Ressourcenallokation
  • bessere Trefferquote bei passenden Matches

Praxisbezug / typische Konstellationen 🧩

Der Deal Fit Score betrachtet typischerweise fünf Dimensionen:

  • Zeitlicher Fit (z. B. Übergabezeitpunkt, Verfügbarkeit Verkäufer)
  • Kaufpreis & Finanzierung (wirtschaftliche Darstellbarkeit)
  • Deal-Struktur / Vertragslogik (Asset vs. Share Deal, Risiken)
  • Integration (IT, Prozesse, Standort)
  • Kultureller & persönlicher Fit (Mandanten, Führungsstil)

Typische Anwendung:

  • Erstgespräch nach Exposé
  • Vorauswahl mehrerer Interessenten
  • interne Priorisierung bei Beratern

Bewertung erfolgt oft einfach (z. B. 0–2 Punkte je Kriterium → max. 10 Punkte).

Weiterführende Begriffe 🔗

  • Dealbreaker
  • Vertragslogik
  • Unternehmenskultur
  • Due Diligence
  • Earn-Out
  • Integration

kanzleimarkt-Tipp 💡

Ein Deal scheitert selten an Zahlen – sondern an fehlendem Fit in ein oder zwei Dimensionen.

👉 Deshalb: Den Deal Fit Score früh und ehrlich ausfüllen – und bei roten Punkten nicht „wegmoderieren“, sondern aktiv lösen oder den Prozess sauber beenden.

Deal Fit Score.pdf

Digitalisierung

Digitalisierung beschreibt im Zusammenhang mit dem Verkauf einer Steuer-, Wirtschaftsprüfungs- oder Rechtsanwaltskanzlei den Grad, in dem Prozesse, Daten und Kommunikation digital organisiert sind. Bei kanzleimarkt wird die Digitalisierung anhand von sieben Dimensionen erfasst, die der Verkäufer jeweils mit 1 bis 5 Punkten bewertet. Im Exposé wird daraus eine zusammenfassende Einschätzung des Digitalisierungsgrades gebildet.

Zu den Dimensionen zählen beispielsweise:

  • digitaler Austausch von Daten mit Mandanten
  • Datenschutz und IT-Sicherheit
  • Effizienz und Automatisierung
  • Minimierung von Fehlern
  • Flexibilität und Skalierbarkeit
  • Motivation der Mitarbeiter
  • verbesserte Mandantenbetreuung

Diese Bewertung dient in erster Linie der Orientierung für Interessenten. Sie zeigt, wie modern eine Kanzlei organisiert ist und wo Entwicklungspotenzial liegt. Gleichzeitig ist Digitalisierung schwer objektiv zu bewerten, weil sie stark vom IT-System des Käufers abhängt.

Ein Beispiel: Eine vollständig digitalisierte ADDISON-Kanzlei lässt sich nicht ohne Weiteres in eine DATEV-Umgebung integrieren. Datenmigration, Schnittstellen und Arbeitsabläufe können erheblichen Anpassungsaufwand verursachen. In der Praxis gibt es sogar Investoren und größere Kanzleigruppen, die ausschließlich DATEV-Kanzleien erwerben, weil ihnen eine Systemumstellung zu aufwendig erscheint. Neben den technischen Hürden spielt dabei auch eine Rolle, dass Mitarbeiter einen Systemwechsel häufig ablehnen, wenn sie über viele Jahre mit einer bestimmten Software gearbeitet haben.

kanzleimarkt-Tipp:

Eine hohe Digitalisierung ist ein Vorteil – entscheidend ist jedoch die Übertragbarkeit der Prozesse. Für Käufer ist oft wichtiger, dass Abläufe sauber dokumentiert und Mandanten strukturiert organisiert sind, als welches konkrete Softwareprodukt eingesetzt wird.

Direktansprache

Die Direktansprache ist eine gezielte Methode in der Vermittlung von Berufsträgern und Investoren. Potenzielle Kandidaten werden aktiv kontaktiert – auch dann, wenn sie sich weder auf eine Ausschreibung beworben noch für den Kanzleikauf bei uns registriert haben.

Diese Vorgehensweise wird häufig als Headhunting bezeichnet und ist insbesondere dann erforderlich, wenn

  • Führungspositionen zu besetzen sind
  • spezialisierte Fachkräfte gesucht werden
  • bestimmte regionale oder fachliche Profile selten sind
  • Investoren oder Kanzleikäufer mit klar definierten Kriterien benötigt werden

Vertraulichkeit als Grundprinzip

Die Ansprache erfolgt diskret und vertraulich.

Viele der kontaktierten Personen befinden sich in ungekündigten Positionen, möchten ihre aktuelle Tätigkeit nicht gefährden oder planen strategische Schritte (z. B. Expansion), ohne ihr Umfeld frühzeitig zu informieren.

Individuelle und wertschätzende Ansprache

Die Kontaktaufnahme erfolgt telefonisch, per E-Mail oder über (persönliche) Netzwerke. Dabei wird die bisherige berufliche Entwicklung gewürdigt und behutsam erörtert, ob grundsätzlich Interesse an einer neuen unternehmerischen Herausforderung oder einer Kanzleiakquisition besteht.

Die Ansprache ist stets individuell auf

  • die Anforderungen der Position bzw. der Kanzlei
  • die fachliche Ausrichtung
  • die regionale Situation
  • sowie die persönlichen Perspektiven des Kandidaten

abgestimmt.

Erfahrung und Netzwerk

Erfolgreiche Direktansprache setzt

  • fundierte Marktkenntnisse
  • Branchenverständnis
  • Fingerspitzengefühl
  • und ein belastbares Netzwerk

voraus.

kanzleimarkt agiert dabei professionell und mit höchster Sensibilität. Das Ansehen des Auftraggebers steht jederzeit im Fokus. Die Akzeptanz bei Berufsträgern und Investoren haben wir uns über Jahrzehnte hinweg erarbeitet.

Direktansprache ist kein Massenprozess – sondern präzise, diskrete Überzeugungsarbeit auf Augenhöhe.