Tempo
Das Tempo eines Kanzleiverkaufs wird von den Beteiligten sehr unterschiedlich wahrgenommen. Während manche Verkäufer überrascht sind, wie schnell sich ein Prozess entwickeln kann, empfinden andere den Ablauf als zu langsam. Deshalb muss das Thema Tempo immer aus mehreren Perspektiven betrachtet werden.
Es gibt Verkäufer, die sich grundsätzlich Zeit lassen möchten. Beginnt der Verkaufsprozess jedoch, stellen sie manchmal fest, dass Gespräche, Rückmeldungen von Interessenten und Vertragsverhandlungen schneller voranschreiten, als sie erwartet haben.
Umgekehrt gibt es Situationen, in denen Tempo besonders wichtig ist. Das gilt vor allem bei einem Todesfall oder einem Notverkauf, bei dem schnell eine Lösung gefunden werden muss, um Mandanten, Mitarbeiter und den wirtschaftlichen Wert der Kanzlei zu sichern.
In einem strukturierten Verkaufsprozess ist es hilfreich, wenn der Berater dem Prozess einige Schritte vorausdenkt. Bei kanzleimarkt bedeutet das, dass wir häufig bereits die nächsten Schritte vorbereiten, während Verkäufer sich noch mit der aktuellen Phase beschäftigen. Dadurch entsteht für die Beteiligten manchmal der Eindruck, dass sich der Prozess sehr schnell entwickelt.
Für Verkäufer gilt daher eine wichtige Regel: Entscheiden Sie sich erst dann für einen Verkaufsprozess, wenn Sie wirklich bereit dafür sind. Lassen Sie sich von niemandem unter Druck setzen.
Wenn Sie sich jedoch entschieden haben, Ihre Nachfolge aktiv anzugehen, sollten Sie auch damit rechnen, dass der Prozess konkrete Gespräche mit Interessenten, mögliche Angebote und schließlich auch ein konkretes Kaufdatum hervorbringen kann.
kanzleimarkt-Tipp:
Ein guter Verkaufsprozess hat ein klares Tempo – weder zu langsam noch unnötig hektisch. Wichtig ist, dass Verkäufer innerlich bereit sind, wenn der Prozess startet. Dann kann sich die Nachfolge strukturiert und ohne unnötigen Zeitdruck entwickeln.
Weiterführende Begriffe im ABC
Planungszeitraum
Kanzleiverkauf
Nachfolgeplanung
Todesfall
Kaufvertrag
