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Konzentrationstrend

Der Konzentrationstrend beschreibt die zunehmende Zusammenfassung kleiner und mittlerer Kanzleien zu größeren Einheiten. Während Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Rechtsanwälte traditionell häufig in Einzelkanzleien oder kleinen Sozietäten tätig waren, entstehen seit einigen Jahren vermehrt größere Kanzleistrukturen und Netzwerke.

Treiber dieser Entwicklung sind vor allem steigende Anforderungen an Digitalisierung, Spezialisierung, Personalgewinnung und Investitionen. Größere Organisationen können diese Herausforderungen häufig leichter bewältigen als einzelne Kanzleien.

In den vergangenen Jahren haben große Kanzleigruppen zahlreiche kleinere Einheiten übernommen und organisatorisch zusammengeführt. Dadurch entstehen regionale oder bundesweite Strukturen mit vielen Standorten.

In jüngerer Zeit sind zusätzlich Private-Equity-Gesellschaften in den Markt eingetreten. Diese investieren gezielt in Kanzleigruppen und verfolgen häufig eine sogenannte Buy-and-Build-Strategie: Eine Plattform wird aufgebaut und anschließend durch den Erwerb weiterer Kanzleien schrittweise erweitert.

Für den Markt bedeutet dieser Trend, dass neben den klassischen Einzelkanzleien und Partnerschaften zunehmend größere Organisationen mit professionellen Managementstrukturen entstehen.

Gleichzeitig bleibt der Markt weiterhin stark mittelständisch geprägt. Viele Kanzleien bevorzugen weiterhin die persönliche Nachfolge durch einen einzelnen Berufsträger oder ein kleines Partnerteam.

kanzleimarkt-Tipp:

Der Konzentrationstrend erweitert die Optionen beim Kanzleiverkauf. Neben der klassischen Nachfolge durch einen Berufsträger kann auch der Anschluss an eine größere Struktur sinnvoll sein. Entscheidend ist jedoch, dass Mandanten, Mitarbeiter und Kultur der Kanzlei langfristig zusammenpassen.