Gehälter StB
Das Gehalt eines Steuerberaters hängt maßgeblich von Berufserfahrung, Region, Kanzleigröße und Verantwortungsumfang ab. Zudem ist zwischen angestellten Steuerberatern und Partnern bzw. selbstständigen Inhabern zu unterscheiden.
Angestellte Steuerberater
Berufserfahrene angestellte Steuerberater (ca. 3–10 Jahre Berufspraxis) erzielen in Deutschland typischerweise:
- 65.000 € – 100.000 € brutto/Jahr
- Medianwerte je nach Quelle zwischen ca. 75.000 € und 100.000 €
- In größeren Einheiten oder mit Personalverantwortung auch darüber hinaus
Einflussfaktoren sind insbesondere:
- Standort (Ballungsraum vs. ländliche Region)
- Spezialisierung (z. B. Umwandlungssteuerrecht, Internationales Steuerrecht)
- Führungsverantwortung
- Mandatsstruktur (Unternehmen vs. Privatmandate)
Das Gehalt bildet häufig die Grundlage für spätere Partner- oder Beteiligungsmodelle, reicht allein jedoch selten aus, um größere Kanzleianteile ohne Finanzierung zu erwerben.
Weiterführende Links (Gehaltsübersichten):
https://www.stellenmarkt.de/karrieremagazin/gehalt-steuerberater
https://www.stepstone.de/gehalt/Steuerberater-in.html
https://www.kununu.com/de/gehalt/steuerberater-in-27045
https://www.gehalt.de/beruf/steuerberater-steuerberaterin
Partner / Selbstständige Steuerberater
Deutlich höher sind die Einkommensmöglichkeiten als Partner oder Kanzleiinhaber, da hier eine Beteiligung am Kanzleigewinn erfolgt.
Typische Bandbreiten:
- Partner in mittelständischer Kanzlei: ca. 120.000 € – 250.000 € p.a.
- Große Sozietäten: 200.000 € – 800.000 €+ (abhängig vom Gewinnanteil)
Hier handelt es sich nicht mehr um ein klassisches Gehalt, sondern um Gewinnausschüttungen. Das Einkommen hängt unmittelbar von Umsatz, Marge, Mandantenstruktur und Kostenquote der Kanzlei ab.
Relevanz für Kanzleiverkauf und Beteiligung
Das Gehaltsniveau ist im Kanzleimarkt insbesondere relevant für:
- Finanzierung eines Anteilskaufs
- Eigenkapitalbildung
- Bankrating bei Kanzleiübernahmen
- Attraktivität von Partnerprogrammen
Für den Erwerb von Kanzleianteilen sind immer mehr als sechsstellige Beträge erforderlich. In der Praxis werden daher häufig folgende Modelle genutzt:
- Bankfinanzierung
- Earn-Out-Modelle
- Gewinnthesaurierung
- Stufenweise Beteiligung
Damit wird das Angestelltengehalt sukzessive in unternehmerische Einkünfte überführt.
