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Forderungsbestand

Der durchschnittliche Forderungsbestand zeigt den Mittelwert der offenen Forderungen eines Unternehmens über einen bestimmten Zeitraum – in der Regel über ein Jahr.

Er ist ein wichtiger Indikator für:

  • die Liquiditätssituation
  • die Kapitalbindung
  • die Qualität des Forderungsmanagements

Gerade im Rahmen eines Kanzleiverkaufs liefert er Hinweise auf Zahlungsgewohnheiten der Mandanten und die Stabilität der Einnahmestruktur.

Vereinfachte Berechnung (grobe Näherung)

Für einen überschlägigen Überblick können Sie:

  • den Forderungsbestand zu einem möglichst repräsentativen Stichtag (z. B. Quartalsende) ermitteln
  • den Forderungsbestand exakt ein Jahr zuvor hinzufügen
  • die Summe durch zwei teilen

Formel:

(Forderungsbestand Jahr 1 + Forderungsbestand Jahr 2) ÷ 2

Diese Methode liefert eine praktikable Näherung.

Genauere Berechnung (gleitender Durchschnitt)

Wenn Monatswerte vorliegen, empfiehlt sich eine präzisere Berechnung:

  • Addieren Sie die Forderungsbestände am Ende der letzten 12 Monate
  • Teilen Sie die Summe durch 12

Formel:

Summe der 12 Monatsendbestände ÷ 12

Diese Methode glättet saisonale Schwankungen und liefert ein realistischeres Bild.

Ein transparenter und nachvollziehbarer Forderungsbestand schafft Vertrauen – sowohl bei Banken als auch bei Kaufinteressenten.