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Digitalisierung

Digitalisierung beschreibt im Zusammenhang mit dem Verkauf einer Steuer-, Wirtschaftsprüfungs- oder Rechtsanwaltskanzlei den Grad, in dem Prozesse, Daten und Kommunikation digital organisiert sind. Bei kanzleimarkt wird die Digitalisierung anhand von sieben Dimensionen erfasst, die der Verkäufer jeweils mit 1 bis 5 Punkten bewertet. Im Exposé wird daraus eine zusammenfassende Einschätzung des Digitalisierungsgrades gebildet.

Zu den Dimensionen zählen beispielsweise:

  • digitaler Austausch von Daten mit Mandanten
  • Datenschutz und IT-Sicherheit
  • Effizienz und Automatisierung
  • Minimierung von Fehlern
  • Flexibilität und Skalierbarkeit
  • Motivation der Mitarbeiter
  • verbesserte Mandantenbetreuung

Diese Bewertung dient in erster Linie der Orientierung für Interessenten. Sie zeigt, wie modern eine Kanzlei organisiert ist und wo Entwicklungspotenzial liegt. Gleichzeitig ist Digitalisierung schwer objektiv zu bewerten, weil sie stark vom IT-System des Käufers abhängt.

Ein Beispiel: Eine vollständig digitalisierte ADDISON-Kanzlei lässt sich nicht ohne Weiteres in eine DATEV-Umgebung integrieren. Datenmigration, Schnittstellen und Arbeitsabläufe können erheblichen Anpassungsaufwand verursachen. In der Praxis gibt es sogar Investoren und größere Kanzleigruppen, die ausschließlich DATEV-Kanzleien erwerben, weil ihnen eine Systemumstellung zu aufwendig erscheint. Neben den technischen Hürden spielt dabei auch eine Rolle, dass Mitarbeiter einen Systemwechsel häufig ablehnen, wenn sie über viele Jahre mit einer bestimmten Software gearbeitet haben.

kanzleimarkt-Tipp:

Eine hohe Digitalisierung ist ein Vorteil – entscheidend ist jedoch die Übertragbarkeit der Prozesse. Für Käufer ist oft wichtiger, dass Abläufe sauber dokumentiert und Mandanten strukturiert organisiert sind, als welches konkrete Softwareprodukt eingesetzt wird.